Spielmannszug 

besteht

 seit 1949


Vor 62 Jahren, im Herbst des Jahres 1949, trafen sich im noch kleinen St. Arnold etwa 20 junge Leute des Schützenvereins Dorfbauerschaft, um einen eigenen Spielmannszug zu gründen. Wie schwierig in jener Zeit diese Absicht zu verwirklichen war, können wohl nur die ermessen, die damals dabei waren. Außer der vorhandenen Bereitwilligkeit der jungen Männer wurden Übungsleiter und viel Geld benötigt. Aber außer dieser Bereitwilligkeit war eigentlich nichts vorhanden. Von einem Wirtschaftswunder sprach man noch nicht, und es mußten sämtliche Instrumente und bald auch Uniformen beschafft werden.

Nun, wie wir heute wissen, machten die Gründer ganze Sache. Unter großen persönlichen Opfern und großartiger Unterstützung durch den Schützenverein Dorfbauerschaft wurden alle Schwierigkeiten überwunden. Instrumente und Uniformen wurden nach und nach gekauft, die Ausbildung der Flötisten übernahm Karl Brüning und die der Trommler Ewald Lauel. Bereits im Frühjahr 1951 konnte der neue Spielmannszug unter der Leitung des damaligen St. Arnolder Polizisten Bernhard Schellenberger öffentlich auftreten.

Man war mit großer Begeisterung bei der Sache und schnell entwickelte sich eine Truppe, die sich überall sehen lassen konnte. Auch für den kurze Zeit später im neuen Siedlungsgebiet gegründeten Schützenverein St. Arnold bestritt man aufgrund eines Abkommens die Marschmusik bei allen Anlässen.

Von 1953 bis 1956 führte Ewald Lauel dann den Tambourstab. Er wurde abgelöst von Adolf Löbbers, der dieses Amt neuen Jahre innehatte. 1965 wählten die Spielleute Alfred Wagner zum Tambourmajor. Er blieb es bis zum Jahre 1972. Danach folgten Willi Lemke, Johannes Raue und Helmut Veltel(1985-1997). Seit 1997 gibt Thomas Attermeyer den Ton an.

Im Frühjahr 1972 beschlossen die Mitglieder des Spielmannszuges die Umbildung des Vereins. Man trennte sich vom Schützenverein Dorfbauerschaft und trat künftig als selbstständiger Verein auf. Seit vielen Jahren war nämlich die Mitgliederzahl des Spielmannszuges rückläufig gewesen. Aus der damaligen Basis Schützenverein Dorfbauerschaft kam kein Nachwuchs mehr. Die meisten Spielleute wohnten nicht mehr im Vereinsgebiet Dorfbauerschaft. Um allen Seiten gerecht zu werden, wurde als beste Lösung die Selbstständigmachung angesehen. Ein Vorstand übernahm die Leitung des Vereins, Vorsitzender wurde der frühere Tambourmajor Alfred Wagner. Ihm folgten später Karl-Heinz Walter, Heinz Hölscher, Mathias Finke und Guido Garmann. Seit 2007 führt der Tambourmajor Thomas Attermeyer gleichzeitig als 1. Vorsitzender den Spielmannszug. Heute kann dieser Schritt als richtig angesehen werden, der Spielmannszug hatte in der Vergangenheit einen starken Zulauf. Es gehörten 33 Mitglieder zur aktiven Truppe. Auch einige ehemalige Mitglieder traten dem Verein wieder bei. 

Bis zum Jahre 1981 war der Spielmannszug eine reine "Männerdomäne". Da der Nachwuchs in den letzten Jahren ausblieb, wurden erstmals auch Mädchen aufgenommen. Dieser Entschluss erwies sich auch im nachhinein als goldrichtig. Die Mädchen haben nicht nur dauerhaft die Nachwuchslücke geschlossen, sondern sind auch aufgrund des Übungseifers ein stetiger Ansporn für die "Herren der Schöpfung".

Die enormen Aufwendungen für die teuren Instrumente und Uniformen können nur durch Eigenbeteiligung der Spielmannszugmitglieder und viele Auftritte gegen ein bescheidenes Entgelt aufgebraucht werden. Mit viel Fleiß und Idealismus hat sich der Spielmannszug einen vereinseigenen Übungsraum im Keller der Josefschule eingerichtet. Hier finden die wöchentlichen Proben statt.

Der Spielmannszug unterhält heute sehr enge Beziehungen zu den beiden St. Arnolder Schützenvereinen, und zu den Spielmannszügen der Neuenkirchener Schützenvereinen.

 

 

 

 

 

 

 

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Marsch durch die Gemeinde im Jahr 1951 mit Bernhard Schellenberger als Tambourmajor

 

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Schützenfest Dorfbauern 1951 beim Kloster.

 

 

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1952 morgens beim "Hexen" auf der heutigen Emsdettener Straße Höhe Jäger.

 

 

 

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Foto von 1960 mit Ewald Lauel als Tambourmajor.

 

 

 

 

 

 

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Die Mitglieder präsentieren sich 1984 mit Johannes Raue als Tambourmajour in neuen Uniformen.

 

 

 

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40-jähriges Jubiläum mit den passiven Mitgliedern und Helmut Veltel als Tambourmajor.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die aktiven Mitglieder beim 50-jährigen Jubiläum mit Thomas Attermeyer als Tambourmajor.